„Erfahrungsbericht Amandine“

Die Erfahrungen in Malta von Amandine Gonthier

Als eine Studentin, die später im Außenhandel arbeiten möchte, nutze ich immer meine Sommerferien für ein Praktikum, um einschlägige Erfahrungen zu sammeln. Jeder Mal bin ich bemüht einen Ort zu finden, an dem ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden kann. Dieses Jahr entschied ich mich für ein englischsprachiges Land, mit interessanten Landschaften, in dem das Leben nicht zu teuer ist. So viel meine Entscheidung auf Malta: ein Archipel gelegen im Mittelmeer.

Der erste Eindruck für mich auf Malta war, ein „totales Fremdsein“. Die Luft, welche mich beim hinaustreten aus dem Flugzeug nach der Landung willkommen hieß, war so anders als ich es von Frankreich gewohnt bin. Ich war doch sehr verunsichert auch im Nachhinein als ich mehr in den maltesischen Alltag eintauchte.

Während der ersten zwei Wochen bemerkte ich, dass die Mischung zwischen östlicher und westlicher Kultur in Malta aufeinander treffen. Einerseits sprechen Leute maltesisch, das wie ein Mix von arabisch und italienisch klingt, andererseits ist auf den Straßen Linksverkehr, wie in England.

Sehr schnell interessierte ich mich für die maltesische Historie und das maltesische Leben. Ich beschloss nach Möglichkeiten zu suchen, in das dörfliche Leben einzutreten. Zu jedem feierlichem Ereignis versuchte ich mich, über die Dörfern zu informieren und Erklärungen und Bedeutungen zu finden, die mit diesem Ereignissen zusammen hängen. Nun weiß ich, dass Malteser Tradition und Religion einen großen Wert beimessen.

Vor seiner Unabhängigkeit wurde Malta im Laufe von Jahrhunderten von den verschiedensten Weltmächten beherrscht und kolonisiert. Dieses Interesse an der kleinen Inselgruppe rührt von seiner strategischen Stellung im Mittelmeer her. Sie ist sozusagen eine Bastion zwischen Europa und Afrika. Diese ethnischen Strömungen haben eine Multikultur in Malta wachsen lassen, die nicht sofort sichtbar sind, da im ersten Anschein der Archipel mehr einen italienischen und englischen Eindruck vermittelt. Bei all diesen Einflüssen hat sich auch nach Jahrhunderten eines niemals verändert: die Religion. 98 Prozent der maltesischen Bevölkerung ist christlich. Dieses ist auch optisch unverkennbar: Kirchen gehören zur maltesischen Landschaft und Architektur, so weit das Auge reicht.

Meine Erfahrungen auf Malta sind durchweg positiv und ich spüre jeden Tag wie mich das pulsierende Leben in vollen Zügen mitreißt. Ich arbeite mit den unterschiedlichsten Personen aus vielen verschiedenen Ländern zusammen, die meisten kommen aus europäischen Ländern wie etwa Spanien, Frankreich, Deutschland, England, Malta oder Russland, aber auch mit Personen von weiter weg, wie Brasilien. Das Team ist bunt zusammengesetzt, ob Herkunft oder Alter, dies spielt hier alles keine Rolle. Alle arbeiten eng miteinander und es gibt keine strenge Hierarchie wie es in Deutschland oft üblich ist. Das Arbeitsklima im Unternehmen ist sehr angenehm und so kann ich mir auch vorstellen in einem solchen Unternehmen später einmal arbeiten zu können. Wenn Sie mehr über die Sprachschule Elanguest erfahren möchten bei der ich als Praktikantin arbeite, dann besuchen Sie bitte die Homepage.

Das persönlich beste Erlebnis auf Malta ist das Arbeiten mit Personen vieler verschiedener Kulturen, so lerne ich auch neben der Arbeit viel dazu. Ich lerne neue Kulturen und Bruchteile neuer Sprachen kennen und bemerke dabei, wie unterschiedlich aber dennoch interessant diese sind. So habe ich einen ganz anderen Blick auf die Welt bekommen, durch Geschichten und Erzählungen entdecke ich die Welt neu. Einen Monat vor dem Ende meines Praktikums fühle ich mich sehr wohl auf der Insel. Ich habe viele neue Freunde gewonnen und werde viele Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Ich habe eine neue Kultur entdeckt und sehe dieses kleine Land nun aus einem ganz anderen Blickwinkel. Trotzdem freue ich mich darauf nach Deutschland zurückzufliegen.

Eines muss ich noch erwähnen, manche Dinge laufen auf Malta einfach anders und sind ein wenig gewöhnungsbedürftig. Als zweisprachiges Land, haben einige Malteser einen starken, undefinierbaren Akzent in Englisch, weswegen es manchmal schwer ist sie zu verstehen. Die maltesische Küche ist anders aber trotzdem lecker, es ist eine Mischung aus der italienischen, englischen und arabischen Küche. Das bekannteste maltesische Gericht ist wahrscheinlich die „Pastizzi“ (mit Gemüse gefülltes Blätterteigtaschen), das Kaninchen ist auf Malta auch sehr beliebt und der frische Fisch aus dem Mittelmeer ist vorzüglich. Das maltesische Nationalgetränk Kinnie ist aber mal überhaupt nicht mein Fall, ein Erfrischungsgetränk welches nach Bitterorange - gemischt mit Cola - schmeckt.

Was viele Ausländer auf Malta feststellen mussten, dass die Malteser es nicht allzu genau nehmen mit der Pünktlichkeit. Sollte man auf Malta den Bus nehmen, kann man sich auf lange Wartezeiten, Unpünktlichkeit und volle Busse einstellen. So sollte man die Bushaltestelle möglichst fünf Minuten vor der eigentlichen Ankunftszeit aufsuchen.

Die Malteser sind ein freundliches und sehr gastfreundschaftliches Volk. Am Anfang habe ich gedacht, dass ich hier auf Malta nicht glücklich werden kann, lauter fremde Menschen, mit einer nicht verständlichen Sprache (ein Mix aus arabisch, italienisch und englischen Wörtern) und Essen welches nicht so ist wie zuhause. Letztendlich, bin ich aber froh Malta kennen und lieben gelernt zu haben.

Um die Malteser verstehen zu können und Freundschaften zu knüpfen ist es am besten sich voll auf die Kultur einzulassen, den es gibt hier alles was das Herz begehrt und jeder wird das Passende für sich finden.

Eines ist sehr wichtig, sei offen gegenüber allem und jedem, denn das Reisen bildet!